Der Kreuzbandriss (vorderes Kreuzband) ist eine häufige Erkrankung beim Hund, die i.d.R. einen chirurgischen Eingriff nötig macht. Das betrifft vor allem grosse und schwere Hunde.

Durch degenerative Vorgänge über einen mehr oder weniger langen Zeitraum kommt es zu einer Schwächung des Kreuzbandes, was durch eine plötzliche Überbelastung zu einem Riss führen kann.
Die Folge ist eine Instabilität des Kniegelenkes die mit Schmerzen und einer Lahmheit verbunden ist.

Bleibt ein solches Gelenk unbehandelt verbessern sich die Symptome in den ersten Wochen etwas, jedoch entwickeln sich in der Folge häufig massive Arthrosen die dauerhafte Probleme bereiten.

Es gibt eine Reihe von Operationstechniken um der Instabilität des Knies entgegenzuwirken, wobei die meisten Methoden auf dem Einsetzen von künstlichen Bändern und einer Vernarbung der Gelenkskapsel beruhen.

Durch die TPLO wird die Statik und damit die Biomechanik des Kniegelenkes insoweit verändert, dass ein Vorwärtsschieben des Unterschenkels zum Oberschenkel in der Belastung (Instabilität) ausbleibt und damit der Zweck des vorderen Kreuzbandes sich z.T. erübrigt.

Generell muss gesagt werden, das alle Operationtechniken eine Schadensbegrenzung bewirken und ein derart geschädigtes Knie nie mehr gleichzusetzen ist mit einem gesunden Knie. Besonders bei grossen Hunden sind die Langzeiterfolge mit der TPLO jedoch wesentlich besser im Vergleich zu anderen Methoden.

Die Bildung von Arthrosen ist deutlich geringer oder bleibt fast ganz aus, was wieder zu einer vollen Belastbarkeit der Gliedmasse führt. Die Operationserfolge sind umso besser je weniger ein Gelenk bei der Operation durch Arthrosen vorgeschädigt ist.

Wichtig für die Langzeiterfolge sind begleitende physiotherapeutische Massnahmen  nach einer Operation. Besonders die Wiederherstellung der vollen Beweglichkeit und der Wiederaufbau der Muskulatur sind wichtig.